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Die Wasser von Levico: Einzigartig in Italien und selten in Europa: Dank ihrer Mineralkonzentration wirksam bei Angst- und Beklemmungszuständen

Das Wasser von Levico und Vetriolo wurde im Mittelalter während Stollen-Grabungen zum Abbau von Eisen und Kupfer bei Vetriolo, der Bergfraktion Levicos, entdeckt. Dort entspringen zwei Quellen: die erste, „Starke“ Quelle tritt noch heute mit einer Temperatur von 9°C am Ende eines engen Stollens auf 1.582 m.ü.M. zutage. Momentan wird nur das Wasser dieser Quelle für die Kuren unserer Thermen genutzt. Die zweite, „Schwache“ Quelle besitzt zwar eine ähnliche physikalisch- chemische Zusammensetzung, ist aber weniger stabil, und wird daher noch nicht für die Kuranwendungen genutzt (es sind allerdings Untersuchungen im Gange, die uns seine Nutzung im Lauf der nächsten Jahre ermöglichen werden).
Zunächst wurde das Thermalwasser in Vetriolo genutzt, wo einige mit Thermalanlagen ausgestattete Hotels errichtet wurden. Schon im Jahr 1860 jedoch wurde von der “Bädergesellschaft”, der das Nutzungsrecht des Thermalwassers zugesprochen worden war, ein Aquädukt gebaut, das das Wasser von Vetriolo nach Levico leitete. Damit war der Grundstein zur Entwicklung Levicos zu einem Thermalort gelegt: in kurzer Zeit war Levico europaweit bekannt und nicht nur bei berühmten zeitgenössischen Persönlichkeiten wie den Habsburgern als Kurort beliebt. Unter der Leitung der „Bädergesellschaft“ wurde das große Kurhaus errichtet und um 1886/7 erweitert und fertiggestellt. Zu diesem Zeitpunkt war Levico ein bedeutendes Thermal- Zentrum, zahlreiche Hotels entstanden vor allem im Westen der Stadt in der Nähe des Thermalbads.

Seinen starken Aufschwung zu Ende des 19. Jahrhunderts verdankt das Thermalbad Levico dem Berliner Unternehmer Julius Adrian Pollacsek. Dieser hat, begünstigt durch den zeitgleichen Bau der Bahnlinie Valsugana durch die österreichische Regierung, im Osten der Stadt das Grand Hotel Imperial mit seinem noch heute eindrucksvollen Park errichten lassen. Das Thermalhotel und sein Park wurden im Jahr 1900 eingeweiht. Der Einweihung der Thermen und des Grand Hotel Imperial wohnte Erzbischof Eugen von Habsburg bei, ebenso wie viele weitere aus ganz Europa stammende hochrangige Ehrengäste.

Die Geschehnisse rund um die beiden Weltkriege haben Levico und seine Thermen stark beeinträchtigt: obwohl die Front des Ersten Weltkrieges in unmittelbarer Nähe von Levico verlief, wurden seine Hotels und Thermalanlagen hauptsächlich durch den Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Ausschlaggebend war dabei auch, daß gegen Ende des Zweiten Weltkriegs (Sept. 1943 – April 1945) sowohl das Kommando der Wehrmacht-Truppen der Region Nord-Ost, als auch das Kommando der deutschen in der Adria operierenden Marine in Levico stationiert waren. Dies war Auslöser für wiederholte Bombardierungen der Gegend durch die Alliierten, die unter anderem die totale Zerstörung des Hotels Regina zur Folge hatten.

Nach dem Krieg wurden die Thermen und die Quellen zunächst Eigentum der Region Trentino-Südtirol, bevor sie 1973 an die Autonome Provinz Trento gingen. Die Provinz leitete die Geschäfte der Thermen, des Grand Hotel Imperial und der Mineralwasserabfüllung bis 1996 über eine eigens gegründete Firma, anschließend wurde die Führung des gesamten Komplexes an die Privatgesellschaft Levicofin SRL übergeben.
Der Grundstein für das neue Hauptgebäude der Thermen in der Viale Vittorio Emanuele wurde in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gelegt. In den letzten Jahren hat die Autonome Provinz Trient als Eigentümerin eine Rundum-Renovierung des Thermalbads vornehmen lassen. Heute ist die Restaurierung bis auf wenige Details abgeschlossen, so dass die Kurhäuser in Vetriolo und Levico unter den modernsten Thermalbädern Italiens anzusiedeln sind.